Niederösterreich

Syrien: Von der Revolution in den Bürgerkrieg

Nach Jahrzehnten einer brutalen aber stabilen Diktatur entwickelte sich 2011 eine Protestbewegung gegen das arabisch-nationalistische Regime der Baath-Partei. Die Reaktion des Regimes aber auch die Einmischung von außen führte zu einer Militarisierung der Proteste und zum Bürgerkrieg. In der Folge flohen Millionen Syrer_innen in die Nachbarstaaten und nach Europa, darunter auch nach Österreich. Der Politikwissenschafter, Sozial- und Kulturanthropologe Thomas Schmidinger berichtet über die jüngere Geschichte Syriens und die verschiedenen Konfliktparteien, sowie über die internationalen Kräftekonstellationen in diesem transnationalen Konflikt.

Dauer: auf Anfrage

Irak: Gesellschaft und Politik

Dieser Workshop gibt einen Überblick über die Geschichte, Gesellschaft und aktuelle politische Entwicklung im Irak. Dabei wird sowohl auf die Entwicklung im Zentralraum (Baghdad) als auch im Süden, Norden und den kurdischen Gebieten eingegangen. Ein besonderer Fokus liegt auf die Situation religiöser und ethnischer Minderheiten.

Dauer: auf Anfrage

Jüdinnen und Juden in der islamischen Welt/Antisemitismus/Antizionismus

Dieser Workshop thematisiert die Geschichte von Jüdinnen und Juden in der islamischen, insbesondere in der arabischen Welt und das Entstehen antisemitischer Ressentiments im 20. Jahrhundert. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, wie sich Antisemitismus und Antizionismus in verschiedenen islamischen Staaten zueinander verhalten und was dies für muslimische Communities in Europa bedeutet.

Dauer: auf Anfrage

Identitäre und Neue Rechte

Die Identitären sind in den letzten Jahren zur Avantgarde einer neuen Form des Rechtsextremismus geworden, die auch in Österreich mit spektakulären Aktionen bekannt wurde. Die Politikwissenschaftlerin und Rechtsextremismus-Expertin Natascha Strobl beschäftigt sich mit Rechtextremismus. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Neuen Rechten, den Identitären sowie rechtsextremer und autoritärer Sprache.

Dauer: auf Anfrage

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E-Mail: Natascha.Strobl@gmx.at

Graue Wölfe - Rechtsextremismus aus der Türkei

In Österreich erfreuen sich die „Grauen Wölfe“ eines Zulaufs an Jugendlichen und diese Entwicklung wird durch den zunehmenden anti-türkischen Rassismus beschleunigt. Die Grauen Wölfe sind in Vereinen mit meist harmlos klingenden Namen organisiert; sie und andere nationalistische Gruppierungen versuchen dadurch Einfluss in der österreichischen Gesellschaft zu gewinnen.
Thomas Rammerstorfer ist Autor mit Schwerpunkt Rechtsextremismus und Türkei.

Weitere Informationen auf Anfrage

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E-Mail: t.rammerstorfer@gmx.at

Die Türkei und Österreich - ein komplexes Verhältnis

Die politische Situation in der Türkei ist spätestens seit dem Putschversuch im Juli 2016 ein Dauerthema in den österreichischen Medien und beschäftigt in unterschiedlichsten Zusammenhängen auch die österreichische Politik. Schüler_innen mit familiären Wurzeln in der Türkei sind – gewollt oder ungewollt – von diesen Debatten in einem besonderen Ausmaß betroffen. Zur sinnvollen Auseinandersetzung im Unterricht braucht die Lehrperson Hintergrundwissen.
Thomas Rammerstorfer ist Autor mit Schwerpunkt Rechtsextremismus und Türkei.

Weitere Informationen auf Anfrage

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E-Mail: t.rammerstorfer@gmx.at

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Mittels selbstreflexiver Methoden ein Bewusstsein für die eigene kulturelle Prägung entwickeln.

Kritisch über oft missverständlich Gebrauchte Begriffe wie „Kultur“ oder „Migrant_in“ reflektieren. Ziel ist Sicherheit in interkulturellen und diversitätsorientierten Zusammenhängen zu entwickeln, ohne „Kultur“ als etwas Statisches, Unveränderbares zu betrachten.

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Was sind Vorurteile? Wie entstehen sie? Wie kann man ihnen entgegnen? Ziele sind die Reflexion eigener Vorurteile sowie das Erproben wirksamer Reaktionen in vorurteilsbehafteten Situationen. Mit Hilfe von Rollenspielen und theoretischen Inputs werden Strategien und Argumente gegen Stammtischparolen entwickelt.

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Zahlen, Fakten, rechtliche Hintergründe und gängige Vorurteile werden unter Einbindung von

geschulten Trainer_innen mit eigener Fluchterfahrung thematisiert. Wie funktioniert ein Asylverfahren, aus welchen Ländern und über welche Wege kommen geflüchtete Menschen nach Österreich? Was ist die Genfer Flüchtlingskonvention? Wie sieht der Alltag geflüchteter Menschen aus?

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Block A: Allgemein: Grundlagen des österreichischen Asylrechts werden anschaulich erläutert.

Block B: Intensiv: Bereits mit dem Asylrecht Vertraute können sich mit spezifischen Bereichen intensiver auseinandersetzen.

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Input, Reflexion und Austausch über eigene und fremde Rollenbilder und den Umgang damit.

Was bedeutet Gendersensibilität? Wo nützen solche Konzepte, wo behindern sie?

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Ausgewählte Theorie zu Eskalation von Konflikten und zu Gewaltfreier Kommunikation. Kleingruppenarbeit mit konkreten Konfliktfällen aus der Praxis. Rollenspiele zu Kommunikationstechniken im Umgang mit schwierigen Situationen. Dadurch können Konflikte adäquater verstanden und gelöst werden.

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Lehrer_innen, Schulklassen, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) oder geflüchteten jungen Erwachsenen in der Nachbetreuung wird ein Reflexionsraum geboten, um die eigenen Grenzen und jene der anderen spürbar und erkennbar zu machen. Gleichzeitig werden gewaltfreie Handlungsoptionen und -alternativen erfahrbar gemacht, um die eigene Wirksamkeit stärker zu erleben und somit zu steigern.

Caritas Missing Link, Caritas Wien

Interaktive Workshops für LehrerInnen und Schulklassen, umF oder Jugendgruppen zu folgenden Themen: Vorurteile, Zivilcourage, Antirassismus, Demokratie, Vielfalt, Flucht und Asyl sowie Sexismus und Rollenbilder. Alle Themen werden altersgerecht aufbereitet und mittels Diskussionen, Übungen, Rollenspielen, Kurzvideos usw. mit den Beteiligten reflektiert.

Ägypten – vor und nach den Umbrüchen

Österreichisches Institut für Internationale Politik, OIIP

Der Vortrag zeichnet die politische und gesellschaftliche Entwicklung Ägyptens in den letzten zwei Jahrzehnten nach. Im Zentrum stehen dabei gesellschaftliche Veränderungen wie die rasante Urbanisierung und ihre Auswirkungen, die Erläuterung des Autoritarismus, Protestbewegungen, die Gründe für deren Scheitern sowie die wichtigsten politischen Strömungen bzw. die Veränderungen im Alltagsleben. Der Referent, Cengiz Günay, ist stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Österreichischen Instituts für internationale Politik (oiip) und Lektor am Institut für Politikwissenschaft.

Dauer: auf Anfrage

Kontakt

E-Mail: cengiz.gunay@oiip.ac.at

Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, IDM

Wie für die Nachfolgestaaten Jugoslawiens zu Beginn der 1990er Jahre, steht auch die EU heute vor einem „Dilemma der Gleichzeitigkeit“. Der deutsche Soziologe und Politikwissenschaftler Claus Offe bezeichnete damit die Schwierigkeit in den ehemaligen sozialistischen Staaten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zeitgleich politische und wirtschaftliche Reformen – sowie in manchen Fällen auch Staatsbildungsprozesse – durchführen zu müssen. Die EU steht heute vor einer ähnlichen Problematik. Im Zuge des Brexit müssen institutionelle Reformen durchgeführt, ein neuer mehrjähriger Finanzrahmen verabschiedet sowie die Erweiterung vorangetrieben werden und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Populismus und illiberale Demokratie Brüssel vor nie dagewesene Herausforderungen stellen. Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Entwicklungen in den Staaten des Westbalkans, stellt ein neues Modell für europäische Regierungsführung vor und diskutiert die Zukunft der Europäischen Union. Der Referent, Sebastian Schäfer, ist Geschäftsführer des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Generalsekretär der Donaurektorenkonferenz (Danube Rectors‘ Conference – DRC) und Think Visegrad Fellow 2018.

Kontakt

E-Mail: s.schaeffer@idm.at

Die beiden Länder verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart je nach geopolitischer Großwetterlage ebenso von Kooperationen wie von offenen Konflikten geprägt war. Abzulesen war die Stimmungslage stets am öffentlichen Diskurs, manifestiert in der Wiener und Belgrader Presse, die sich nicht selten alter Mythen bediente, um den jeweils anderen, entsprechend der vorherrschenden Eigeninteressen, anzupreisen oder zu verteufeln. Dieses Seminar bietet einen Streifzug durch einen über 100 Jahre währenden öffentlichen Dialog beider Länder. Die Referentin, Silvia Nadjivan ist Politikwissenschafterin und seit 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 2019 Stellvertr. Geschäftsführerin am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien.

Kontakt

E-Mail.: s.nadjivan@idm.at

Der Botschafter Wolfgang Petritsch bekleidete das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina von 1999 bis 2002, einer Zeit, die gerne als “window of opportunity” bezeichnet wurde. In dieser größtenteils vorherrschenden Aufbruchsstimmung und hohen Erwartungshaltung seitens der sogenannten Internationalen Gemeinschaft einerseits und der lokalen Bevölkerung andererseits stieß Petritsch bei vorangetriebenen Reformprojekten bald auf gegensätzliche Interessen seiner MitspielerInnen sowie auf systemimmanente Schwierigkeiten. Dieses Seminar analysiert den übrigens bis heute bestehenden Widerspruch zwischen dem Ziel zur Stärkung der bosnischen Eigenverantwortung und dem als notwendiges Übel erscheinenden autokratischen Durchgreifen. Die Referentin, Silvia Nadjivan ist Politikwissenschafterin und seit 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 2019 Stellvertr. Geschäftsführerin am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien.

Kontakt

E-Mail.: s.nadjivan@idm.at

Granatapfel Kulturvermittlung

Das Zentrum bietet Workshops, Vorträge, Seminare zu folgenden 3 Themenschwerpunkten an:

  • Judentum (Judentum erLeben)
  • interreligiöses Lernen und interkultureller Dialog (Shalom – Salam und Grüß Gott)
  • Shoah Education (Gedenkarbeit zum Holocaust)

Ihr Ziel ist es den interreligiösen Dialog zu stärken und extremistischen Strömungen und Antisemitismus entgegenzuwirken. Das Zentrum versteht ihre Arbeit als Menschenrechts-, und Demokratieförderung und auch als Teil der politischen Bildung.

Themen: Interreligiöser Dialog, Prävention von religiösem Extremismus (Prävention von Islamophobie und Antisemitismus)

Bundesländer: Steiermark und Burgenland, Niederösterreich, Wien, Kärnten, Tirol

Dauer: Je nach Vereinbarung zwischen einer Stunde und einem ganzen Tag

Kontakt

Link: www.granatapfel.ws

Referentin: Mag.a Kathrin Ruth Lauppert-Scholz

Mail: kontakt@granatapfel.ws

Team Präsent - Institut für Gewaltprävention und Beziehungskultur

„Imago in der Pädagogik“

Inhalt: Die Beziehungen im Klassenzimmer sind ausschlaggebend für den Lehr- und Lernerfolg. Doch es gelingt uns bei weitem nicht immer in der Weise, wie wir uns dies vornehmen. Wir gehen Zusammenhängen auf einer tiefen, effektiven Ebene auf die Spur. Um zu agieren anstatt zu reagieren.

Ziel: Perspektivenwechsel im Miteinander, ein sicherer, empathischer Grundmodus – auch in schwierigen Situationen, eigenes Potential leben, ein empathisches und friedliches Miteinander mit größerem Lehr- und Lernerfolg.

Angebot: Fortbildung 4-16 Einheiten für alle Schultypen geeignet und wertvoll, für Volksschulen haben wir ein Schulbuch (vom Ministerium anerkannt) geschrieben

Bundesländer: Wien und Niederösterreich

Kontakt

Link: www.schulen-lösen-mobbing.at

Kontakt: Ilka Wiegrefe/Team Präsent

E-Mail: info@team-praesent.at

Telefon: 0043-1-416 93 23